Brandschutz auf Schiffen

 

Die Entwicklung und Gestaltung von weltweit anzuwendenden Leistungsanforderungen an Schiffe und Schiffsausrüstung ist ein Schwerpunkt des Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur.

Brände auf Seeschiffen führen zu großen Schäden, Menschen können verletzt werden und häufig wurden Schiffe deshalb aufgegeben. Brandschutzausrüstung und – einrichtungen müssen den Bedingungen des Meeres standhalten können. Dafür werden Prüfnormen zum Teil von der IMO, aber auch von internationalen Normungsorganisationen erarbeitet. Die Einhaltung der internationalen Anforderungen wird vom Bundesamt für Seeschifffahrt (BSH) und der Berufsgenossenschaft Verkehr, Dienststelle Schiffssicherheit behördlich überwacht. Die nationale Einführung der verbindlichen, internationalen Brandschutzvorschriften erfolgt durch das Schiffssicherheitsgesetz.

 

Brandschutz auf Schiffen – damit die Sonne das einzige brennende Element einer Seereise bleibt. Photo: Softcodex

 

Die internationale Schifffahrtsorganisation IMO hat Brandsicherheitsregelungen für internationale Handelsschiffe im Rahmen der Internationalen Übereinkunft zum Schutz des Lebens auf See (SOLAS) entwickelt.

 

Am 5. Dezember 1996 führte IMO/MED mit der Bezeichnung MSC. 61(67) einen neuen Internationalen Code zur Anwendung bei Brandprüfverfahren, mit Eingang am 1. Januar 2010, ein.

Der neue Code heißt IMO FTPC kurz für Fire Test Procedure Code = Feuertestverfahrenscode).

Er enthält eine Zusammenstellung von Brandprüfverfahren zum Brandschutz von Bauteilen und Materialien, die auf Schiffen Verwendung finden.

 

Die benötigten Prüfungen werden unter diesen sogenannten ‚Fire Test Procedure Codes‘ aufgeführt:

Wir haben die jeweiligen Beschreibungen der Brandprüfverfahren, als Beispiel des  Prüflaboratoriums für Brandschutz DMT GmbH & Co. KG, für Sie zur Information als PDF angehängt:

 

IMO FTPC Teil 1: Nichtbrennbarkeitsprüfung

IMO FTPC Part 2: Prüfungen der Werkstoffe auf Rauchdichte und ToxizitätDie Prüfung der Rauchentwicklung und Toxizität von Materialien und Komponenten erfolgt in der Rauchkammer nach ISO 5659-2.

IMO FTPC Teil 3: Prüfung von “A”, “B” und “F” Klassenabteilungen;

IMO FTPC Teil 4: Brandprüfung von Steuerungssystemen;

IMO FTPC Teil 5: Prüfung der Entzündbarkeit von Oberflächen (Test für Oberflächen- und Schiffsdeck-Materialien);

IMO FTPC Teil 7: Prüfung von vertikalen Textilien und Folien;

IMO FTPC Teil 8: Prüfung von Polstermöbeln;

IMO FTPC Teil 9: Prüfung von Bettzeug;

IMO FTPC Teil 10: Prüfung feuerwiderstandsfähiger Materialien für Hochgeschwindigkeitsschiffe;

IMO FTPC Part 11: Prüfung feuerwiderstandsfähiger Bereiche für Hochgeschwindigkeitsschiffe;

     Anhang 2 Produkte, die ohne Prüfung und/oder Genehmigung angebracht werden dürfen;

     Anhang 3 Feuerschutzmaterialien und benötigte Zulassungsprüfungsmethoden;

     Anhang 4 SOLAS, Kapitel II-2, Vorschrift 5.3 und 6.2, (MSC/Cir.1120).

 

 

zurück

König Konzept: Schwer entflammbare Papiere, Papiersuchdienst, Produktion