Brandschutz – Definition

Feuer – faszinierend und gefährlich. HG Fotografie – Pixabay

 

Unter Brandschutz versteht man alle Maßnahmen, die der Entstehung und Ausbreitung eines Brandes (=Feuer und Rauch) vorbeugen (vorbeugender Brandschutz oder Brandverhütung) und die Rettung von Menschen und Tieren sowie wirksame Löscharbeiten bei einem Brand ermöglichen (abwehrender Brandschutz).

 

Der deutsche Gesetzgeber schreibt die Erfüllung der Brandschutznorm in §19 der Musterbauordnung, der Beherbergungsverordnung und den landesspezifischen Versammlungsstättenverordnungen vor.  Die Umsetzung von nationalen zu europäischen Normen und Zulassungen begann mit der Verabschiedung der europäischen Bauproduktenrichtlinie, welche inzwischen in die Bauproduktenverordnung (BauPVO) überführt wurde.

Die neue europäische Norm soll die vielen nationalen Normen der Mitgliedsstaaten ersetzen. Es wird sich zeigen, ob die Norm es schafft, von allen anerkannt zu werden. 

Denn: Gesetze zum Brandschutz sind Ländersache

Allein in der Bundesrepublik Deutschland gibt es 16 Brandschutzgesetze, da der Brandschutz, zumindest rechtlich gesehen, Ländersache ist. Jedes Bundesland hat daher sein eigenes Brandschutzgesetz. Diese Gesetze ersetzten nach der Gründung der BRD und der Wiedervereinigung die sogenannten Feuerlöschordnungen, die teilweise ihre Anfänge im Mittelalter nahmen. Die Brandschutzgesetze regeln hauptsächlich die Angelegenheiten der Feuerwehr aber auch, was für den Arbeitsschutz von größerer Bedeutung ist, zusammen mit anderen Vorschriften wie baurechtliche Normen, die Vorschriften, die beim Bau und ebenso bei der Unterhaltung von Gebäuden in brandschutzrechtlicher Hinsicht zu beachten sind. 

 

Hier finden Sie die wichtigsten Begriffe kurz erklärt.

Hier finden Sie einen Überblick über die gängigsten Prüfnormen weltweit . Jedoch sind diese schwer zu vergleichen, da sich die Prüfverfahren weltweit zum Teil stark unterscheiden.

 

Diese Bestimmungen gelten für ALLE öffentlichen Gebäude, also ALLE Bereiche mit Publikumsverkehr. Diese Sicherheitsbestimmungen dienen dem Schutz der Menschen, die sich in den Gebäuden aufhalten. Das Risiko der Entstehung und Ausbreitung eines Brandes wird durch sie minimiert. Und im Ernstfall, wenn es brennt, verlängert sich die Zeit zu fliehen.

 

Brandschutz muss also zwingend in folgenden Gebäuden eingehalten werden:

  • in öffentlichen Gebäuden                                                                                      

    Brandschutz auf Bühnen, denn Sicherheit muss sein.
  • in Theatern, Schauspielhäusern, Opern und Kinos, Museen

  • in Schulen, Hochschulen, Fachschulen oder Ausbildungsstätten

  • in Hotels und Gaststätten, Clubs und Casinos

  • in Bürogebäuden, öffentlichen Büchereien und Einrichtungen (Kindergärten, Pflegeheimen)

  • in Messehallen und Ausstellungshallen

  • in Eventzelten

 

 

Dabei ist nicht nur an Baumaterialien zu denken, sondern genauso an Dekorationsmaterialien und Möbel.

»Dekorationsmaterialien müssen entsprechend DIN 4102 oder DIN EN 13501-1 mindestens schwer entflammbar sein«, fordert z.B. die Neue Messe München in den technischen Richtlinien von den Ausstellern, Veranstaltern, Servicefirmen, Standbaufirmen und Dienstleistern. Diese technischen Richtlinien sind ein fester Vertragsbestandteil der Messegesellschaft und von den Vertragspartnern eigenverantwortlich einzuhalten.

Mit Dekorationsmaterialien sind auch Wandverkleidungen, Raumteiler, Displays, Banner, Fahnen und dergleichen gemeint. Jeder ist dazu verpflichtet, verantwortungsbewusst zu handeln, damit kein Brand entsteht.

 

Die gleichen hohen Anforderungen gelten in der Personenbeförderung im Nah- und Fernverkehr durch Busse und noch höhere Anforderungen an den Brandschutz existieren im Bereich der Luftfahrt, Seefahrt und des Schienenverkehrs.

 

 

König Konzept: Schwer entflammbare Papiere, Papiersuchdienst, Produktion